Martingale Strategie

Passionierte Roulette-Spieler tun unter anderem gut daran, hinter die Fassade der einzelnen Roulette-Systeme zu blicken, um diese besser zu durchschauen. Aus diesem Grund lohnt es sich auch, die Geschichte des Martingalespiels genauer zu beleuchten. Zunächst kann man dem Begriff Martingale auf den Grund gehen und erfährt dabei, dass dieser aus dem Namen der französischen Stadt Martigues hervorging. Die dort ansässigen Menschen galten nicht unbedingt als extreme Spieler, sondern es wurde ihnen eine gewisse Naivität zugesprochen. Im Laufe der Zeit entwickelte sich so die Redewendung „jouga a la martegalo“, was im Deutschen „sehr waghalsig spielen“ bedeutet.

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Die Geschichte des Martingale-Systems

casanova-portrait

Seit dem 18. Jahrhundert steht Martingale nun für eine risikofreudige Strategie beim Glücksspiel. Nachdem diese zunächst vor allem bei dem Kartenspiel Pharo zum Einsatz kam, konnte sie sich rasch auch in Sachen Roulette etablieren.

Zu den frühen Anhängern des Martingalespiels soll Giacomo Casanova gehört haben, der nicht nur als Frauenheld von sich reden machte, sondern ebenfalls als leidenschaftlicher Spieler galt. In seinen Memoiren kam er immer wieder auf Casinobesuche zurück und beschrieb die Martingale-Strategie, die somit nachweislich eine lange Tradition hat und schon im 18. Jahrhundert vielfach praktiziert wurde.

Bild rechts: Giacomo Casanova, porträtiert von Francesco Casanova, um 1750–1755

Wie funktioniert die Martingale-Strategie? – So nutzt Du das Martingalespiel beim Roulette

Unabhängig davon, ob man Casanova zumindest spielerisch folgen möchte oder einfach nur nach dem richtigen Roulette-System sucht, sollte man die Funktionsweise des Martingalespiels durchschauen, bevor man sich diesem widmet. Roulette ist zwar ein Glücksspiel, aber indem man unwissend irgendwelchen Strategien folgt, gelangt man mit Sicherheit nicht zum Ziel. Stattdessen ist ein fundiertes Wissen das A und O und versetzt Spieler in die Lage, sich ein Urteil über die Martingale-Strategie zu bilden.

Der wesentliche Charakter beim Martingal besteht darin, dass nach einem Verlust eine Erhöhung des Einsatzes erfolgt. Auf den ersten Blick wirkt es vielleicht unsinnig, nach einem Verlust noch mehr zu setzen, aber auf der anderen Seite steigt mit jeder erfolglosen Partie die Wahrscheinlichkeit, dass es in der nächsten Runde besser läuft. Indem man in dieser Erwartungshaltung den Einsatz erhöht, steigert man die Gewinnmöglichkeiten und kann vorherige Verluste so ausgleichen. Zumindest in der Theorie geht diese Strategie durchaus auf, aber in der Praxis lässt sich nicht absehen, wie lange es dauert, bis man Glück hat. Bis dahin verspielt man mitunter ein kleines Vermögen und bringt sich möglicherweise in ernsthafte finanzielle Schwierigkeiten.

Das Martingale-System sieht in seiner klassischen Form ein Verdoppeln nach jedem Verlust vor. Nach jeder glücklosen Partie wird demnach der Einsatz verdoppelt, was auch als Doublieren bezeichnet wird. Dies ist das gesamte Prinzip des Martingale classique, das dementsprechend auch bei Anfängern großen Anklang findet.


 

roulette-onlineZunächst steigt man mit einem einfachen Einsatz auf eine einfache Chance ein und setzt typischerweise auf die sogenannte Perdante. Dahinter verbirgt sich die Chance, die in der vorherigen Partie verloren hat. Nach jedem Verlust wird der Einsatz verdoppelt.

Im Erfolgsfall kann man auf diese Art und Weise die erlittenen Verluste ausgleichen und sich zudem über einen kleinen Gewinn freuen. Nach einer gewonnenen Runde bleibt der Einsatz aber nicht hoch, sondern wird erneut auf eine Einheit zurückgeschraubt. Der Angriff auf die Bank erfolgt bei der Martingale-Strategie im Roulette folglich ganz behutsam und sehr systematisch.


 

Martingale Varianten

All diejenigen, die wissen wollen, wie das Martingale-System funktioniert, sollten zudem beachten, dass es zahlreiche Varianten gibt. Neben dem klassischen Martingalespiel sind die folgenden Spielarten ebenfalls erwähnenswert:

  • Montante Americaine – Diese Martingale-Strategie sieht eine Abstreichprogression vor und zeichnet sich dadurch aus, dass der Spieler zunächst die folgenden Zahlen aufschreibt: 1 – 2 – 3 – 4. Die äußeren beiden Zahlen werden zunächst addiert, so dass der erste Einsatz fünf Einheiten beträgt. Im Falle eines Gewinnes werden die 1 und die 4 dann gestrichen. Nun werden die beiden inneren Ziffern addiert, woraus sich ein Einsatz von fünf Einheiten ergibt. Im Verlustfall wird der letzte Einsatz auf dem Zettel notiert, woraufhin dann wieder die äußeren Ziffern zur aktuellen Einsatzhöhe addiert werden.

 

  • Montante Hollandaise – Der Spieler startet seinen Angriff auf die Bank mit einem Einsatz in Höhe einer Einheit. Kommt es zum ersten Verlust, wird eine 1 notiert. Im nächsten Coup werden zwei Einheiten gesetzt. Bei einem erneuten Verlust wird auch die 2 notiert, denn der zuletzt verlorene Einsatz landet stets auf dem Zettel. Kann man einen Gewinn verbuchen, wird die linke Zahl gestrichen. Die Höhe des Einsatzes im nächsten Coup ergibt sich dann stets aus der Ziffer, die am linken Rand der Folge die erste noch nicht durchgestrichene Zahl darstellt. Diese wird dann um 1 erhöht.

 

  • Progression d’Alembert – Bei der Martingale-Strategie Progression d’Alembert wird zunächst konstant eine Einheit gesetzt. Bei einem Verlust wird der Einsatz um eine Einheit erhöht. Nach jeder erfolgreichen Runde verringert sich die Einsatzhöhe dahingegen um eine Einheit.

 

Die Liste an Varianten des Martingalespiels ließe sich noch fortführen. Interessierte Spieler sollten sich daher in das Thema einlesen und die für sie richtige Methode auswählen.

Vor- und Nachteile der Martingale-Strategie beim Roulette

Beim Martingalespiel kann zuweilen der Eindruck entstehen, sämtliche Verluste ließen sich ausgleichen, so dass langfristig stets Gewinne winken. Wer dieses System beispielsweise beim Online-Roulette anwendet, sollte sich aber der Vor- und Nachteile bewusst sein und nicht täuschen lassen.

Vorteile:
Plus Zeichen

  • Das Prinzip des Roulette-Systems ist denkbar einfach und bietet auch Einsteigern die Möglichkeit, strategisch zu spielen.
  • Indem man nach jedem Verlust den Einsatz erhöht, ist es möglich, einen Ausgleich sowie einen kleinen Gewinn zu erzielen, sofern man Glück hat.

 

Nachteile:
Minus Zeichen

  • Die Notwendigkeit immer höherer Einsätze kann die finanziellen Möglichkeiten des Spielers übersteigen, so dass das Martingalespiel nicht konsequent umgesetzt werden kann.

 

Spielbanken und Online-Casinos definieren beim Roulette typischerweise eine maximale Einsatzhöhe. Demnach stößt das Martingale-System an seine Grenzen und erweist sich alles andere als todsichere Methode.

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